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Orte für Worte 

 Frederick-Tag 2001 am Fürstenberg-Gymnasium

Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr nimmt das Fürstenberg-Gymnasium wiederum am landesweiten Literaturfest "Frederick-Tag" teil. Zum ersten Mal können alle Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen an einer Autorenbegegnung teilnehmen, und das sind immerhin rund 300 Kinder. Und zum Glück haben wir auch in diesem Jahr Spender und Sponsoren gefunden, denn ohne Geldgeber von außen wäre es nicht möglich, Autoren einzuladen. 

Unterstützt wurden die Veranstaltungen 2001 durch die Firma Ricosta Kinderschuhe, die Sparkasse Donaueschingen, das Oberschulamt Freiburg und nicht zuletzt durch viele kleine Spenden der Eltern der Klassen 5.


Orte für Worte - Frederick-Tag
Termine im Rahmen des "Lese-Herbstes" am Fürstenberg-Gymnasium Donaueschingen

19.9.2001 Nina Schindler liest für die Kl. 6b und 6c in der Städtischen Bibliothek
16.10.2001 Gidon Horowitz erzählt Märchen für alle Schüler der 5. Klassen
17.10.2001 Autorenbegegnung mit Frank Stieper für die Klassen 6a, 6d und 6e

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Die Klassen 6b und 6c trafen am 19.9.2001 Nina Schindler, eine sehr vielseitige Jugendbuchautorin. Hier einige "Schülerstimmen":

Nina Schindler begeistert Schüler    -   Autorenlesung in der Stadtbibliothek

Am 19.9.2001 hatten die Leiter der Stadtbibliothek, Frau Matthaei, die Kinder- und Jugendbuchautorin Nina Schindler zu einer Lesung eingeladen.
Zuerst stellte die Schriftstellerin Auszüge aus verschiedenen Büchern vor, unter anderem aus ihrem neuesten Roman "Geliebte Brieffeindin, ein E-Mail-Roman". Die jungen Zuhörer waren sehr aufmerksam.
Im Anschluss an die Lesung konnten wir Fragen an die Autorin richten. Sie erzählte freimütig von ihrem früheren Beruf als Lehrerin und von ihren fünf Kindern.
Im Lauf des Gesprächs erfuhren wir, dass Nina Schindler auch als Stückeschreiberin erfolgreich ist und auch Romane für Erwachsene verfasst hat. Besonders beeindruckt hat uns, dass Nina Schindler Krimis für Kinder schreibt.
Am Schluss der Lesung dankte das Publikum mit einem herzlichen Beifall.
Christoper Hassenrück, Kl. 6b

"Geliebte Brieffeindin" ist ein Buch, das Nina Schindler zusammen mit der englischen Autorin Rosie Rushton geschrieben hat. Der Verlag hatte Nina darum gebeten, das Buch über das Internet zu schreiben. So war es möglich, dass Nina und Rosie das Buch gemeinsam schreiben konnten, d.h. sie schrieben die Kapitel im Wechsel, eins Nina und das nächste Rosie usw. Nina Schindler hat alles in Englisch geschrieben, erschienen ist das Buch in Englisch-Deutsch oder nur Deutsch oder nur Englisch.
Nina Schindler schreibt alle Geschichten zuerst im Kopf. Erst wenn sie sich eine Geschichte ganz ausgedacht hat, schreibt sie alles auf. Ihre Bücher werden gern gelesen und deshalb gut verkauft. Allerdings verdient ein Autor an einem Buch, das 20 DM kostet, nur etwa 80 Pfennig!
Antje Blank, Kl. 6b

"Don't shoot!" eine Kurzgeschichte von Nina Schindler
Zwei Freunde spielen am Computer oft Ballerspiele zusammen. Einmal laden sie einen neuen Klassenkameraden, der aus dem ehemaligen Jugoslawien kommt, ein mitzuspielen. Auf dem Bildschirm erscheinen kleine Männchen, die schreien "Don't shoot, please". Aber die Freunde schießen trotzdem. Als sie ihren ausländischen Freund fragen, ob er auch spielen will, sehen sie, dass er weint. Er fragt, was bedeutet "Don't shoot, please." Die Freunde antworten, "Nicht schießen!" "Nicht schießen hat mein Bruder auch gesagt und jetzt tot. Kein Spiel."
Diese Geschichte findet man in der Anthologie "Plötzlich ist nichts mehr sicher" - Kinder und der Krieg, UNICEF Buch in der Elefanten Press
Mathias Wehinger,Kl. 6b

Nach dem Vorlesen von Geschichten löcherten wir Nina Schindler mit Fragen. Sie erzählte uns, dass sie, bevor sie Autorin wurde, viele Jahre als Lehrerin, als Journalistin und als Übersetzerin gearbeitet hat. Inzwischen hat sie ungefähr 30 Bücher geschrieben. 
Sie hat fünf Kinder und lebt mit ihrer Familie in Bremen. Ihre Hobbys sind Lesen, Reiten, Kino,Handarbeiten.
Die Zeit war viel zu kurz, aber für einen Eindruck reichte es. Mir gefiel die Lesung sehr gut.
N.N., Kl. 6b

Ich fand diesen Ausflug in die Bibliothek toll und die Bücher von Frau Schindler sind super!
Regina Fürderer, Kl. 6b

Wie wahr ist ein Märchen?

-         So wahr wie ein Traum.

 

Mit diesen Worten begrüßte Gidon Horowitz die Schüler der Jahrgangsstufe 5 am Frederick-Tag. Auf einem kleinen Tisch neben sich eine tibetische Klangschale, ein Schatzkistchen und ein buntes Seidentuch, das einen ganzen Märchenschatz enthält.

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Das Geburtstagskind Kerstin aus der Kl. 5a zog daraus den Titel des ersten Märchens „Das Volk, das die Bäume umarmte“ und Felix aus der 5c zog „Aschen...“, ja, er musste dreimal hinschauen, „Aschenpeter“. Darin ging es um eine Prinzessin, die ihrem Vater mit ständigen Widerworten so auf die Nerven ging, dass er sie kurzerhand mit 16 verheiraten wollte. Und da kam nun der Aschenpeter daher mit einigen Gegenständen, die andere nur als Abfall betrachteten. Eine Mütze mit ... spielte die verblüffendste Rolle – igitt! Es gab großen Beifall für diese pfiffige Geschichte.

              

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Danach lauschten die Kinder gebannt dem türkischen Märchen von dem jungen Mehmet, der ein schrecklicher Faulpelz war. Immer wenn er für seine Mutter etwas tun sollte, sagte er zwar „ja“, tat dann aber doch nichts. So mancher der Schüler mag sich zu Anfang in Mehmet wiedererkannt haben, aber was für eine märchenhafte Wendung nahm die Geschichte, als Mehmet das Zauberspiel „Alem Kalem“ erlernte, um dadurch die Tochter des Padischahs zu erlangen.

Wer mehr wissen will über das Märchen von der Familie Krummwurm, die mit ihren 27 Kindern in einem Apfelbaum lebte, der kann diese Geschichte auf der Homepage von Gidon Horowitz nachlesen.

Auch in der zweiten Erzählrunde gab es ein Geburtstagskind, das das Zettelchen mit dem ersten Märchen ziehen durfte. Julia aus der 5d zog den Titel eines ganz modernen Märchens, „Die silbergraue Wildente“, während Tobias das norwegische Märchen vom „Prinz Lindwurm“ wählte. Ein Märchen aus Tirol und eine gruselige, schottische Geschichte folgten.

Und zum Abschluss sorgte Gidon Horowitz noch einmal für Verblüffung mit dem „Wolf und den sieben Gummibären“.

Überraschend war, dass in beiden Märchenrunden die Kinder keine Fragen an den Erzähler stellten, sondern nur Geschichten, nichts als Geschichten hören wollten. Übt das gute alte Märchen immer noch so eine große Faszination aus?

 

Mehr über Gidon Horowitz und seine Märchen über    www.maerchenschatz.de


Frank Stieper las beim Frederick-Tag 2001 vor drei der 6. Klassen aus "Computer-Detektei Klops und Lücke" vor.

Hier einige Schülerstimmen aus der Kl. 6e dazu:

Frank Stieper hat sehr gut Geschichten erzählt und die Stimme dabei verstellt, z.B. eine hohe Stimme für die Mutter und für Klops eine richtig coole Stimme.

Am besten hat mir gefallen, wo der Klops so cool getan hat. Man könnte den Frederick-Tag jedes Jahr machen.

Das Buch war ganz gut und er hat gut betont. Das mit der Toilette war gut, doch das Sch... hat gefehlt. Klops hät noch mehr mit Biggy flörten solen. (Schüler-Original)

Das Beste war, wie Frank Stieper gesprochen und vorgespielt hat, aber nicht so gut war, dass er nur so kurze Ausschnitte aus den verschiedenen Büchern gelesen hat. Ich hätte gern mehr gehört.

Gut fand ich die Bücher mit Software, aber auch die Krimis.

Ich fand die Geschichten mit Klops und Lücke am besten, weil sie so lustig waren. Ich finde, so einen Frederick-Tag sollte es immer geben.

Der Frederick-Tag hat mir gut gefallen, nur sollte es ein bisschen länger dauern. Der Autor sollte länger vorlesen.

Ich finde den Frederick-Tag prima. Das ist ein Lichtstrahl durch die langweiligen Schule. Danke!


Wer mehr über Frank Stieper und seine Bücher wissen will, sollte ins Internet schauen:
www.frank-stieper.de

Und "last but not least" möchten wir uns ganz herzlich bei Frank Stieper bedanken. Es hat ihm offensichtlich an unserer Schule so gut gefallen, dass er uns vier seiner Bücher über die "Computer-Detektei Klops und Lücke" mitsamt allen dazu gehörenden Disketten geschickt hat. Sie können im Laufe des Schuljahres von den Sechstklässlern ausgeliehen werden.


Nach diesen märchenhaften Erzählstunden sind nun die Kinder aufgerufen, sich auf eine Reise ins Märchenland zu begeben und davon ein Bild zu malen. Die drei besten Bilder werden im nächsten Monat mit Buchgutscheinen belohnt.

 

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