STROMBOLI-Tour 2001

Leistungskurs Erdkunde des Fürstenberg-Gymnasium Donaueschingen
Studienfahrt auf die Äolischen Inseln

 Bericht über den Aufstieg  / Zeitungsbericht

Noch brennt die Sonne vom azurblauen Himmel.
Gegen 17°° Uhr steigen wir von der Ortschaft Stromboli
zum "Leuchtturm des Thyrrenischen Meeres" auf.
Im Hintergrund die Klippe Strombolicchio, Zeugnis des alten Vulkans.

Über Serpentinen zieht der Weg durch Schilffelder bergaufwärts


Seitlich der «Sciara del Fuoco», der Strasse des Feuers, einem breiten Hang,
über den der Auswurf und die Lavamassen des Vulkans ins Meer stürzen
gibt es eine Verschnaufpause.

Ein imposanter Aublick: Rauchschwaden schwefeldampfender Fumarolen
rund um den Kraterrand. Weit weg und hoch genug, um unsere Nasen
noch mit ihren übelriecehnden Gasen zu verschonen.....

Stetig gewinnen wir an Höhe. Immer majestätischer werden die Ausblicke -
immere kleiner wird die Ortschaft Stromboli unter uns , und die Felsklippe im Meer.

Noch wenige Schritte und wir erreichen die höchste Stelle, höher noch als der
tätige Krater, so dass wir dort gut hinunterblicken und beobachten können.

Alle Mann in Sitzposition, sicher behelmt und auf den Ausbruch gefasst.
Im Hintergrund ein Kamerateam der deutschen ARD ebenfalls auf der Lauer.

Ein erster grandioser Ausblick belohnt unsere Aufstiegsmühe:
In der Tiefe unter uns kocht brodelnd und offen sichtbar glühende
Lava dampfend in einem Feuerloch. Rauchschwaden umhüllen
den gesamten Krater und schicken immer wieder schwefelriechende
Ausläufer zu uns hoch. Da hilft nur ein Tuch vor der Nase - oder Luft anhalten !

Fasziniert blicken wir Exkursionsteilnehmer in sicherer Entfernung von oben herab
in die brodelnde Masse in der Tiefe, ins Erdinnere. Der Dämon Vulkan macht erschauern.

Da! Eine Eruption bahnt sich an!

Bläulichgraue Rauchwolken verstärken sich plötzlich, ein Zischen setzt ein,
und Explosionsartig fliegt eine Lavasäule hoch zum Himmel empor.



Gühender Schutt und Asche schießen aus einem Kraterloch......

........Steine und Lavateile wirbeln und fliegen durch die Luft,
dann nur noch feiner Regen von erkalteter Vulkanmasse.

Auf alle Eventualitäten vorbereitet präsentiert sich das Beobachterteam
locker der Kamera. Inzwischen ist die tiefe Nacht hereingebrochen.

Zeit zur Rückkehr! Noch vor Mitternacht machen wir uns im Schein der
Taschenlampe wieder auf den Weg nach unten.
Dicht an dicht - damit auch ja keiner verloren geht...

 

Viele Beine, viele Schritte durch die weichen Aschenfelder am östlichen Kraterrand.
Staubwolken wirbeln auf, verhüllen die Sicht und machen das Atmen schwer.

Da helfen eben nur noch Staubschutzmasken. Dafür füllen sich mit
jedem Schritt zunehmend die Schuhe mit Asche und brauchen
hin und wieder Erleichterung und Entleerung...

Schuh-Idyll mit Aschenfüllung.

Endabstieg nach endlosen Aschenfelderwegen nun durch gleichfalls
endlos scheinende Schilffelder. Viele Beine haben dort schon tiefe
Gräben hinterlassen - immerhin: verirren konnte sich dadurch keiner!

Erschöpft, doch voller grandioser Eindrücke, erreichen wir spätnachts wieder unsere Unterkunft.


Besteigung am 9.Juli 2001


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