Ehemalige Schüler und Lehrer  des Fürstenberg-Gymnasiums
die zur Berühmtheit gelangten

Max Rieple

Schriftsteller und Übersetzer -

* 13. Februar 1902 
† gestorben

1920 Abitur am Gymnasium Donaueschingen ('Osterschluß')

Rieple studierte einige Semester Jura, Musik und Kunstgeschichte 

'Kaufmann in Donaueschingen' 
(lautet der Eintrag über seine Tätigkeit in der Schulchronik 1928)

Max Rieple heiratete 1956 Anna geborene Kitzel;
diese war tätig als Leiterin der "Scheffel-Apotheke" in Donaueschingen. Zwei Kinder, Angela und Thomas, gingen aus der Ehe hervor.


Max Rieple trat Ende der zwanziger Jahre zum erstenmal mit lyrischen Gedichten an die Öffentlichkeit und holte sich sofort einige begehrte Lyrikpreise . 
Veröffentlichte über 50 Buchtitel in Prosa oder Lyrik .
Dem Sammelband "Ausgewählte Gedichte" 1953 folgten Erzählungen, vorwiegend aus der Kindheit, die eine heile, bäuerlich konservative Welt beschwören - ähnlich der Welt eines Johann Peter Hebel. Mit dem Alemannen Hebel hat der Donaueschinger Erzähler die Bildkraft, Anschaulichkeit und Lebensnähe der Sprache gemeinsam.
Mit bildkräftiger Sprache zeichnen sich auch seine Übersetzungen und Nachdichtungen französischer Lyrik aus.

Literaturauswahl:

"Ausgewählte Gedichte" (1953) 
"Land um die junge Donau" und
"Reiches Land am Oberrhein" (1954) 
"Goldenes Burgund" (1961)
"Malerisches Elsaß" (1964)
"Geheimnisvolle Bretagne" (1965) 
"Verliebt in den Bodensee" (1966) 
»Wiedersehen mit Südtirol" (1966) 
"Donaufahrt mit Dir" (1969) 
"Graubünden"  
"Auf 1000 Treppen durchs Tessin". 
"Die goldene Rose" 
( Nacherzählung der Sagen des Landes Baden-Württemberg in leichter, beschwingter Prosa )
"Musik in Donaueschingen" (1959)
"Der Tag war viel zu kurz"

und viele andere Werke.

Prolog
Ein Gedicht von Max Rieple
 
zum 150jährigen Festjubiläum des Gymnasiums 1928

Rieple erhielt zahlreiche Orden und Auszeichnungen

1953 das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse. 
Frankreich verlieh ihm 1960 die "Palmes academiques" im Offiziersrang. 


Die goldene Ehrenmedaille der Stadt Donaueschingen erhielt 
Max Rieple (links) von Bürgermeister Robert Schrempp (rechts)
anläßlich seines 70. Geburtstages im Januar 1972. 


1971 wurde Rieple Mitglied der Academie d'Alsace und 
1976 wurde er mit der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

In Donaueschingen wurde mit dem Neubau der Stadtbibliothek und der Renovierung der alten Knabenschule der von diesen Gebäuden umrahmte Platz zu Ehren des Schriftstellers  "Max-Rieple-Platz" benannt.


Quellen:

Geschichte des Gymnasiums Donaueschingen 1928 von Professor Dr. Andreas Hund

Almanach Schwarzwald-Baar Kreis 1.Folge / 1977 / S. 52 ff


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